Die neuen DFB-Trikots zur Fußball-EM 2016

Die neuen DFB-Trikots zur Fußball-EM 2016

Die Fußball-EM wirft ihre Schatten voraus

Neben den olympischen Spielen in Rio de Janeiro findet 2016 ein weiteres sportliches Highlight statt. Die Fußball-Europameisterschaft der Männer in Frankreich. Bereits zum 15. Mal wird das Turnier nun schon ausgetragen und stellt alle vier Jahre wieder ein sportliches Großereignis dar. Erstmals kämpfen dieses Jahr 24 statt wie bisher nur 16 Mannschaften um den Fußballthron Europas. Eingeteilt in sechs Gruppen, bestreiten die Teams vom 10. bis zum 22. Juni 2016 zunächst ihre Vorrundenspiele, bevor es für die jeweils beiden Gruppenersten, sowie die vier besten Gruppendritten ab dem 25. Juni 2016 mit dem Achtelfinale im K.O.-Modus weitergeht. Das Endspiel um den begehrten Pokal findet am 10. Juli im Stade de France in Saint Denis, einem Vorort der französischen Hauptstadt Paris, statt.

EM Trikots zur EM 2016

EM Trikots zur EM 2016

Die deutsche Nationalmannschaft konnte sich für das Turnier qualifizieren und ist anders als Nachbarlandskonkurrent Niederlande, die die Qualifikation zur Europameisterschaft überraschenderweise nicht überstanden, in Frankreich mit dabei. Als amtierender Weltmeister wird sie als einer der Titelfavoriten gehandelt. In Gruppe C wird es die deutsche Mannschaft mit der Ukraine, Polen und dem nordirischen Team zu tun bekommen. Die Reise nach Frankreich wird neben den Fußballern auch ein weiterer Deutscher, der Schiedsrichter Felix Brych, antreten. Er wurde von der UEFA als einziger Unparteiischer aus dem deutschsprachigen Raum nominiert.

Das Heimtrikot – Ein Trikot für Gewinner

Das extra für die Europameisterschaft 2016 entworfene Heimtrikot des DFB-Teams wurde erstmals beim Freundschaftsspiel gegen Frankreich am 29. November 2015 getragen. Das Design des Trikots ist in einem klassischen Weiß gehalten und wird mit schwarzen Hosen und Stutzen kombiniert. Erstmals ist eine hellgraue Balkengrafik auf der Vorderseite eingewebt, welche den „Erfolgscode“ der vergangenen Jahre darstellen soll. Auf der Brustmitte prangt das goldene FIFA-Badge des Weltmeisters und auch die vier goldenen Sterne, die die vier Weltmeistertitel repräsentieren, dürfen natürlich nicht fehlen. Sie befinden sich über dem DFB-Logo auf der linken Brust. Rechts ist das Logo des deutschen Sportartikelherstellers Adidas zu sehen, der das Deutschland-Trikot produziert und bereits auf eine lange Geschichte in Sachen DFB-Trikots zurückblicken kann. Kaufen können Fans das neue Heimtrikot in fast allen Sportgeschäften sowie im Internet. Es ist außerdem auch erhältlich in einem extra angepassten Damenschnitt für alle weiblichen Fußballfreunde.

Das Auswärtstrikot mit Überraschung

Neben dem Heimtrikot gibt es selbstverständlich auch ein Auswärtstrikot, das die deutsche Mannschaft bei der EM in Frankreich tragen wird. Hersteller ist ebenfalls Adidas und auch hier hat sich das Unternehmen einiges einfallen lassen. Hauptfarbton ist ein leicht meliertes Grau mit feinen schwarzen Längsstreifen auf der Vorderseite. Die Ärmel sind in einem für die DFB-Geschichte neuem Olivgrün. Genauso wie beim Heimtrikot schmückt das Symbol des amtierenden Weltmeisters, das golden FIFA-Badge, die Brust der Spieler. Auch die vier Weltmeistersterne sowie das DFB-Logo befinden sich an selber Stelle. Überrascht hat Hersteller Adidas mit einem besonders außergewöhnlichen Highlight. Zum ersten Mal überhaupt ein deutsches EM-Trikot als Wendetrikot tragbar. Umgedreht ist es in der Farbe neongrün und zeigt den Schriftzug „bolzen – kicken – pöhlen“. Dies soll eine Hommage an den Straßenfußball darstellen.

Wer wird in Frankreich das Trikot tragen?

Sollten keine unvorhergesehen Verletzungen der deutschen Spieler mehr dazukommen, hat der Bundestrainer Joachim Löw fast schon ein Luxusproblem. Er muss sich entscheiden, welche Jungs er mit nach Frankreich nimmt und wer die EM von zuhause aus vorm Fernseher verfolgen wird. Während der EM-Qualifikation sowie in mehreren Freundschaftsspielen, beispielweise gegen Italien und England, hat sich der Coach so seine Gedanken gemacht, wem er zutraut, mit dem deutschen Team den Titeltraum zu verwirklichen. Am 17. Mai wird er einen vorläufigen EM-Kader veröffentlichen. Diese Spieler haben dann im Trainingslager in Ascona in der Schweiz und beim Testspiel gegen die Slowakei die Möglichkeit von sich zu überzeugen. Am 29. Mai muss Joachim Löw dann endgültig 20 Feldspieler und 3 Torhüter melden, mit denen er die Reise nach Frankreich antritt.

Am wahrscheinlichsten mit dabei sind einige der WM-Helden aus Brasilien. Der Kapitän Bastian Schweinsteiger, Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels, sowie die exzellenten Techniker Toni Kroos und Mesut Özil dürften gesetzt sein. Auch Jerome Boateng, sollte er seine Muskelverletzung im Adduktorenbereich planmäßig überwinden, und Thomas Müller sowie die unumstrittene Nummer Eins im Tor, Manuel Neuer, vom deutschen Rekordmeister Bayern München haben ihr EM-Ticket sehr wahrscheinlich schon in der Tasche. Auch der unter dem Bayern-Coach Pep Guardiola kaum Spielpraxis erhaltende Mario Götze genießt großes Vertrauen von Joachim Löw. Nicht nur aufgrund seines entscheidenden Treffers im Finale bei der WM 2014 gegen Argentinien, der den Weltmeistertitel brachte und in die Geschichte des DFBs einging. Marco Reus und Ilkay Gündogan vom aktuellen Tabellenzweiten der deutschen Bundesliga, Borussia Dortmund, mussten auf einen Start bei der WM noch aufgrund von Verletzungen verzichten, haben aber wohl gute Chancen diesmal mit dabei zu sein. Auch Sami Khedira spielte in den letzten Jahren bei Löw eine große Rolle und auch wenn er momentan ein wenig mit Verletzungen zu kämpfen hatte, hat er gute Aussichten auf eine Nominierung.

Ebenfalls gute Chancen besitzen die Abwehrspieler Shkodran Mustafi, Benedikt Höwedes, Jonas Hector und Matthias Ginter sowie die offensiven Kräfte André Schürrle und Karim Bellarabi. Auch der fast schon aussortiert geglaubte Stürmer Mario Gomez kann nach seiner starken Vorstellung im Länderspiel gegen Italien wieder auf einen Platz im Kader hoffen. Um die beiden noch verbliebenen Torhüterplätze streiten sich Ron-Robert Zieler, Marc-Andre ter Stegen, Kevin Trapp und Bernd Leno. Leichte Hoffnungen auf ein EM-Ticket dürften sich noch Marcel Schmelzer, Emre Can, Christoph Kramer, Antonio Rüdiger, Lukas Podolski, Max Kruse, Julian Draxler und Kevin Volland machen. Allen ist klar, wie hart umkämpft die Plätze im 23-Mann starken Kader von Joachim Löw sind.

Das Trikot – Deutsche Tradition

Anders als die Spielersituation scheint eine Sache schon seit der DFB an großen Turnieren teilnimmt, glasklar zu sein. Die Farbe der Heimtrikots ist weiß. Zwar kamen im Laufe der Jahre mal goldene Streifen, mal ein wenig schwarz und rot hinzu, verschwand dann mal wieder von den Trikots, doch eines zog sich wie ein roter Faden durch jedes Design. Der Grundton bleibt weiß. Das Auswärtstrikot hingegen bringt immer mal wieder ein wenig Farbe ins Spiel. Grün, Rot, Blau, Schwarz, Grau, es gibt kaum einen Farbton, der noch nicht auf einem DFB-Auswärtstrikot zu finden war. Doch letztendlich spielt das alles nur eine kleine Rolle. In welcher Farbe die deutsche Mannschaft den Europameisterschaftstitel holt, ist den meisten herzlich egal. Hauptsache Schwarz-Rot-Gold steht am Ende ganz oben.